Nachdem ich die HomeAssistant-basierte Steuerung online gebracht habe, waren die nächsten Schritte meines smarten Wohnmobils erstmal die Quickwins. D.h. was geht alles „einfach so“. Da der Pi eine Bluetoothschnittstelle hat, habe ich diese in HomeAssistant konfiguiert. Und schwupps habe ich die Batterien (beide von Haus aus mit verbautem BMS) sowie den Victron Solarladeregeler „gesehen“. Die entsprechenden Sensoren sind dann umgehend verfügbar, nachdem ich die entsprechenden Apps installiert habe.
Auf der Basis war dann schnell ein informatives Dashboard gebaut.
In weiteren Schritte können dann noch Automatisierungen gebaut werden, die beispielsweise informieren, wenn die Ladung unter einen gewissen Schwellwert fällt. Die Anzeige das Landstroms habe ich mithilfe der Steuerung meiner Klimaanlage umgesetzt, dazu später mehr.
Neulich habe ich mein Projekt „smartes Wohnmobil“ allgemein vorgestellt. Heute will ich den ersten Schritt skizzieren: wie bekomme ich die Steuerung auf sichere Weise online, sodass ich von unterwegs den Status (Temperaturen, Gasfüllstände, Ladestand der Batterien, etc.) sehen und diverse Dinge steuern kann, wie z.B. die Klimaanlage oder Heizung.
In meinem Wohnmobil ist ein Oytser Easynet Router verbaut. Die 12V Stromzufuhr führt über Kabelkanäle dort hin und ich habe diese genutzt, um einen 12V auf 5V USB Wandler einzubauen und so meinen Raspberry Pi 4 mit Saft zu versorgen. Auf dem Raspberry läuft ein Standard Home Assistant Image, dass ich mit dem Raspberry Pi Imager auf der SD Karte installiert habe. Dort kann man komfortabel die WLAN Adresse etc. einrichten, sodass der Pi nach dem Booten direkt im bord-eigenen Netzwerk zu sehen ist. Der Oyster Router vergibt per DHCP eine Adresse, die netterweise auch stabil bleibt – den editieren kann man bei den Easynet Komponenten nicht allzu viel.
Damit die HomeAssistant Instanz online verfügbar ist, sind folgende Dinge zu tun. Ich habe eine eigene Domain bei meinem Hoster (Domainfactory) angelegt. Da ich Cloudflared nutzen will, müssen dort die entsprechenden Domainserver angelegt werden.
Im nächsten Schritt ist ein kostenfreier Account bei Cloudflare notwendig, bei dem ich die zuvor registiertere Domain hinterlege. Der vorletzte Schritt ist dann, die Cloudflare App im HomeAssistant zu installieren und zu konfigurieren. Dort muss dann die Domain eintragen werden, die auch bei Cloudflare hinterlegt wurde. Wenn man die App dann startet und alles richtig gemacht wurde, ist im Protokoll ein Callback Link zu finden, mit dem die Tunnelverbindung zw. Domain und HomeAssistant hergestellt wird.
Diese kopieren, in die Adressleiste des Browsers einfügen und fertig. Beim Neustart der App ist im Erfolgsfall zu sehen, dass die Verbindung steht.
Damit das ganze sicher wird, habe ich IP Banning in der configuration.yaml konfiguiert und zudem meinen Login mit 2FA ausgestattet. Ohne Code von der Authenticator App kommt keiner rein.
Dann ist nur noch ein schönes Icon auf dem Homescreen des Handys anzulegen, der direkt zu meinem HomeAssiant im Wohnmobil geht. Wir sind unterwegs. Wir sind online.
Vorweg: es kann trefflich diskutiert werden, warum ein WohnMobil „smart“ sein oder werden sollte. Wenn Du das hier liest, interessiert es Dich mit hoher Wahrscheinlichkeit. Mögliche Gründe sind: Verbräuche im Blick haben und frühzeitg handlungsfähig sein, Geräte wir Heizung oder Klima von unterwegs steuern (damit es warm / kalt ist, wenn man wieder da ist), oder schlicht eine hohe technische Affinität.
Bei mir ist es ein Mix aus alledem, vllt ist der letzte Punkt der Wichtigste für mich: in meinem Wohnmobil ist Technik von gestern verbaut und das geht … gar nicht. Klar hätte ich da mehr drauf achten können, aber es ist durchaus auch so, dass der Themenkomplex „smartes Wohnmobil“ sehr stark in Bewegung ist.
Mittlerweile sieht der Startbildschirm meines mobilen HomeAssistant so aus:
Der HomeAssistant ist per Cloudflare via Internet erreichbar und somit per Laptop, Handy, etc. bedienbar. Ich habe einiges über verschiedene Wege integriert und sehe alles rund um die Stromversorgung, Gasverbrauch und kann die Klimaanlage steuern. Geplant sind noch ein paar weitere Projekte, z.B. die Anbindung der Heizung, Füllstände der Wassertanks, weitere Optimierung der Visualisierung und die ein oder andere Automatisierung.
Meine Startpunkte waren die Blogs von Hannes Schleeh, der das Thema auf seiner Seite stehts weiterverfolgt hat. Zu HomeAssistant Themen schaue ich immer wieder gerne bei Simon rein. Und last but not least nutze ich Claude.ai recht intensiv für diverse Projekte (sei es für Konzeption, ESP32 oder AddOn Programmierung, Automatisierungen oder Visualisierung).
Zu jedem der genannten Themen schreibe ich nach und nach einen Beitrag und freue mich auf den Austausch.
2022 ging es los – meine PV Anlage wurde schlussendlich von SENEC berechnet und dann von einem regionalen Anbieter aufgebaut. Das ganze Projekt war dann 2025 „online“, der Speicher musste nochmal getauscht werden, aber schlussendlich läuft alles. Zeit für eine Bilanz.
Die Papierrechnung hatte 75% Autarkie ergeben, die realen Zahlen für’s vergangene Jahr haben 64% ergeben:
Screenshot
Nochmal kurz zum Setup: unser Haus wurde 2019 gebaut, nach Stand der Kunst wärmeisoliert und ist mit eine Erdwärmepumpe ausgestattet. Kein Öl, kein Gas. Für das Setup bietet sich eine Fußbodenheizung an – auch drin.
Die 64% finde ich ok, aber mir blutet immer das Herz, wenn ich sehe, wieviel Überschuss die Anlage produziert und wie wenig man dafür bekommt. Es gibt ja durchaus Ideen (grüner Wasserstoff, Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicher, Flussbatterien, etc.). Schaut einfach mal selbst, wie das beispielsweise in Kalifornien gemacht oder für die Zukunft geplant wird. Das zeigt mir: es geht. Wenn man den will. Und die Themen zu Ende denkt.
In der Zwischenzeit freue ich mich darüber, dass wir ab April in Richtung 100% Autarkie gehen, alles sauber ist und sich die Abschreibung der Anlage Monat für Monat in meinem Sinne entwickelt. Meine nächsten Schritte gehen jetzt in Richtung der Optimierung der Heizung, die ich mit der PV Anlage stärker koppeln will. In der Theorie soll das gehen …
Seit mein Speicher gegen den SENEC P4 getauscht wurde, gab es keine „guten“ Sonnentage mehr, ich konnte es also nicht wirklich beurteilen, wie sich der der neue Speicher macht. Am 27. Dezember war es endlich soweit – es war genug Sonne da, um die 4 verbauten Zellen komplett aufzuladen.
Über den Tag sind 16,9 kWh in den Speicher rein- und ab ca. 15:00 Uhr nach und nach über 6 Stunden verteilt wieder rausgegangen. Das senkt natürlich die Kosten enorm, aber es gab noch keine wirkliche Netzeinspeisung und es sollte natürlich noch deutlich besser aussehen, wenn die Sonne wieder länger am Himmel ist.
Ich habe zudem angefangen, mit Home Assistant herauszufinden, was die größten Verbraucher sind. Es ist keine Überraschung, dass die geothermische Wärmepumpe gerade auch im Winter einiges zieht. Auch mein Netzwerkschrank ist „sehr gut“ dabei. Trockner, Waschmaschine, Kaffeemaschine, etc. sind auch immer gut dabei. Ich arbeite hier mit Shelly Plug S Steckern zur Stromverbrauchsmessung sowie dem HACS AddOn PowerCalc. Wie das alles geht inklusive der Verbrauchsmessung der Wärmepumpe, kommt in Folgeartikeln.
Die Nutzung der SENEC Web API und die Konvertierung von kW in kWh mit Helfern, die den Leistungsverlauf per Integral umsetzen hat geklappt. Nach ca. einem vollen Tag konnte ich die Verläufe im Energie Dashboard und der SENEC iOS App vergleichen. Da beide dieselbe Datenbasis nutzen und die Verläufe identisch sind, hat das offenbar alles geklappt. Damit bin ich ganz zufrieden. Als nächste schaue ich, wie ich meine Erdwärmepumpe als Verbraucher in das Dashboard bekomme.
Ach ja, mir geht es oft so, dass ich die besten Tipps erst finde, wenn alles erledigt ist. Ob’s am Algorithmus liegt? Wer weiß das schon. Hier ist auf jeden Fall eins der besten Tutorials zum Energie Dashboard, dass alle relevanten Aspekte umfasst:
Der Home P4 ist installiert und scheint zu laufen. Ich warte wie schon gesagt auf die Sonne, um nachvollziehen zu können, wieviel kWh in den Speicher rein gehen. Und dann wieder rausgehen, wenn es notwendig ist. In der SENEC iOS App wird alles astrein angezeigt, aber das Home Assistant Energie Dashboard geht nicht mehr. Das liegt daran, dass der P4 (noch) nicht unterstützt wird und daher die generische Web API verwendet muss.
Gesagt, getan. Aber es wird nichts angezeigt bzw. die entsprechenden Sensoren können in der Dashboard Konfiguration nicht ausgewählt werden. Wie ich nach ein bisschen Recherche herausgefunden habe, liegt es daran, dass die Web API die Werte nur in kW angibt. Das Dashboard hätte diese aber gerne aggregiert in kWh. Also weiter recherchieren und siehe da: dafür erstellt man „einfach“ (wenn man es weiß) für jeden Wert eine Helfer Instanz – und zwar einen Summenintegralsensor, klar? Der sammelt dann die kW Werte einer Stunde und schon werden daraus kWh. Das metrische Präfix habe ich leer gelassen. Am Anfang hatte ich da „k“ (kilo) drin, aber das ergab dann kkWh. Also um den Faktor 1000 zu klein. Die Zeiteinheit sind Stunden, der Eingangssensor wird aus der Web API gewählt und zack, kann man den neuen Sensor einbinden. So ganz zack auch wieder nicht, es muss erst eine gewisse Historie da sein. Und dann tut sich wieder was im Dashboard. Ob das stimmt, werde ich in den nächsten Tagen durch den Abgleich mit der iOS App sowie den Werten der Web API ermitteln. Wieder ein Schritt weiter.
Im Februar wurde mein Home 4 Speicher installiert, der bekannterweise von SENEC auf 70% gedrosselt wurde. Anfang November war es dann soweit – mein Speicher wurde ersetzt. Bevor ich darauf eingehe, ein paar Erfahrungswerte mit dem „alten“ Speicher, den ich mit 12.6 kWh bestellt hatte. Wenn ich diese auf 70% umrechne, macht das ca 8.8 kWh. Mein Hausverbrauch lag im Sommer bei 0,5 kW, nach meinem (vielleicht zu laienhaften) Verständnis hätte das für viele Stunden reichen müssen, um locker über die Nacht zu kommen. Das hat aber nie geklappt, nach 6 Stunden war immer Feierabend und das Netz musste wieder ran. Wenn ich das gegen rechne, komme ich dann auf nur 3 kWh, sagen wir mal großzügigerweise 4 kWh. Das entspricht dann grob 32%.
Das ist natürlich ein Witz und ich frage mich: wer hat auch diese Erfahrungen gemacht? Und: wer weiß, wie SENEC die entgangene Kapazität kompensieren wird? Ich werde dem auf jeden Fall weiter nachgehen und mich an meinen Generalunternehmer, aber auch an SENEC selbst wenden.
Nun zum Home P4 hybrid. Ich hatte ja nicht daran geglaubt, dass in endlicher Zeit ein Austausch erfolgt, aber Anfang November war D-Day und der Speicher wurde getauscht. Nicht die Batteriemodule und die Steuerung, nein, das gesamte Gerät. Von außen sieht es genauso aus, wie von innen. Die erforderlichen Updates liefen über die Internetverbindung (anders als beim Home 4, da mussten mehrere USB Sticks an den Installateur geschickt werden), innerhalb von 2 Stunden war der Tausch durch und es sah alles aus wie zuvor, außer …
es passen nur noch 5 anstatt 6 Batteriemodule in den Speicher
die Home Assistant Integration geht seitdem nicht mehr(1)
Ich hatte seither nur 1 richtigen Sonnentag und kann daher nicht beurteilen, ob die Batterie auf 100% lädt (bisher war der Maximalwert bei ca. 80% . immerhin) und wie weit ich damit in Phasen ohne Sonne komme. Es wäre so einfach, wenn es einfacher wär … ist es aber nicht. Ich werde wieder berichten.
(1) Das liegt mMn daran, dass die neuen Speicher nur indirekt über die Web API über das SENEC Portal ausgelesen werden und die Maßeinheiten nicht zum Energie Dashboard passen (z.B. werden beim erzeugten PV Strom keine kWh, sondern kW zurückgegeben – das mag das Dashboard nicht. Es ist aber möglich, dies umzurechnen.
Ich fange die Beschreibung meines Abenteuers in die Unabhängigkeit von Öl und Gas am Ende an. Die PV Module sind auf dem Dach, der Batteriespeicher installiert, alles in Home Assistant integriert. Und ich freue mich Tag für Tag, wie cool es ist, seinen Energiebedarf zu einem sehr großen Teil über die Sonne abzudecken (im Beitragsbild ist der Zeitverlauf mit Erzeugung bzw. Verbrauch der Energie zu sehen). Die Integration in Home Assistant war tatsächlich am Einfachsten, aber dazu später mehr.
Auf den Weg habe ich mich bereits bei der Planung unseres neuen Heims im Jahr 2018 gemacht. Für mich war damals schon klar, dass ich in absehbarer Zukunft nicht mehr von Öl und Gas abhängig sein möchte. Daher wurde eine Erdwärmepumpe (mit entsprechender Förderung) geplant. Die Bohrungen, Hausanschluss, Erzeugung der Wärme (Fußbodenheizung), Warmwasser, etc. haben auch recht reibungslos geklappt. An der Stelle nur kurz: die Heizkreisventile sind KNX fähig und damit auch über Home Assistant steuerbar.
All die Jahre fand ich dann den Charme von PV Anlagen … eher suboptimal, was sich aber mit den neuen Regelungen geändert hat. Die Förderung passt, die Verfügbarkeit hat sich nach Corona wieder halbwegs normalisiert, sodass ich Ende 2022 nach Sichtung verschiedener Anbieter ein Beratungsgespräch bei SENEC angefragt habe. Warum SENEC? Mein Gedanke war: die gehören zu EnBW und sind sicher morgen noch da und sollten wissen, wie man sowas macht. Und die „SENEC Cloud“, also das Abrufen von Energie von einem Konto, dass man über die eigene Einspeisung wieder abrufen kann, macht für mich erstmals auch ein E-Auto interessant.
Fast Forward: seit dem 12. Februar 2024 läuft nun alles. Strom wird durch die Sonne produziert, die Batterie wird geladen und gibt nach Sonnenuntergang wieder Strom ans Haus ab. Aber keineswegs so, wie es sein soll. Denn SENEC drosselt derzeit alle Speicher auf 70%, was recht ärgerlich ist. Es liegt wohl daran, dass die aktuell verbauten Batteriemodule nicht sicher sind. Und daher ausgetauscht werden sollen. Die Frage ist: wann?
Ich schreibe nach und nach weitere Artikel über die verschiedenen Phasen dieses Projekts und freue mich wie immer auf den Austausch. Let the sun shine!
As I have written before, I don’t really care which computer I use. I can be an Apple, a Windows machine, or something else. I have an old Mac Mini from 2014 that I use for managing my music library, for some playback, and minor audio editing stuff. Lately, I was more and more frustrated, because the machine seemed to get slower and slower. I took ages until it started and was usable. Also, there was a lot of dead time when the machine seemed to be idling.
So I started to do some research whether I can fix or whether I need something new. The hardware is still good for a Mac Mini: 2.6 Ghz, 16G of RAM, and 1TB hard disc. How to unleash this power again on an 8 year old computer?
I found this step-by-step guide that contains many useful links like cleaning up autostart items, remove slowing down settings with the free tool KnockKnock, cleaning up the hard disc, etc. I found that I have already applied some of these tipps but some not. I went through the entire exercise but the results were not that promising. Startup time was better, but responsiveness not.
During my research I have also found some commercial tools helping you to clean and speed up your Mac. You can find a comprehensive description of „CleanMyMac X“ here. The software is very powerful and goes much deeper than anything you can do yourself. Besides an initial „get clean“ scan, it can be used to „stay clean“ and stay happy. My Mac Mini feels like a new machine and the tradeoff is great: 50 EUR for a perpetual license (break even of subscription in 2 years) vs. re–installing the OS and the apps vs. buying something new.
ADDENDUM: after a few days working with the Mini, I still can’t believe it. It feels like a new machine and is all fun again. Thanks to the IT god for the healing.